Apps - die Publikationsform der Zukunft?

Montag, 31. Dezember 2012: jcgames

Zum Jahresende will ich noch ein paar Gedanken loswerden und in die Zukunft blicken. Es geht um Apps für Rollenspiele und zwar nicht nur um kleine, hilfreiche Addons, sondern um die App als Ersatz für Bücher und PDFs.

Momentan gibt es am Markt das klassische Buch das viele einfach wegen der Haptik bevorzugen. Man kann wunderbar darin schmöckern und es überall mitnehmen. Problematisch ist es nur, wenn man Regelmonster bevorzugt und eigentlich zig Bücher zur Spielrunde mitbringen muss.

Mittlerweile gibt es aber auch viele Rollenspiele als PDFs. Sie entsprechen oft eins zu eins den Büchern, bieten aber den Vorteil der Durchsuchbarkeit und Links im Dokument, was manuelle Verweise und einen Glossar überflüssig macht und man nicht mehr ganz so viel im Buch blättern muss, bis man die richtige Stelle gefunden hat. Dank dem Tablet-Boom gibt es mittlerweile auch günstige und schicke Anzeigegeräte, die auch bei einer Spielrunde nicht stören. Wichtige Abschnitte kann man zudem einfach am heimischen Drucker ausdrucken. Zudem kann der Verlag in PDFs Erratas einarbeiten und schnell publizieren.

Zudem gibt es Tools für Rollenspiele, Charaktergeneratoren und Zufallsgeneratoren sind wohl die prominentesten. Besonders bei komplexeren Regelwerken werden sie gerne eingesetzt. Zufallsgeneratoren helfen oft dem Spielleiter, der dann nicht mehr zig Zufallstabellen per Hand auswürfeln muss, um irgendeinen Gegenstand, NSC oder Ort zu erschaffen.

Eine App kann zwar nicht die Haptik des Buchs ersetzen, aber die Funktionalität der PDFs und der Tools in eine zentrale Plattform zusammenführen. Mir schwebt dabei eine App mit allen Texten und interaktiven Funktionen vor: Benutzerdefinierte Lesezeichen, eine vernünftige Suche, kontextbezogene Hilfen, interaktive Tabellen und Karten. Das schöne an einer App ist, dass sie schnell mit Updates versorgt werden kann.

Plattformen um Apps zu vertreiben gibt es auch genug, vielleicht schon zuviel: Chrome Webstore, Firefox Marketplace, Apples Appstore, Androids Play und Amazons Appstore. Über diese Plattformen kann man seine App auch verkaufen und es gibt die Möglichkeit von In-App-Käufen, also um innerhalb der App z.B. Abenteuer, Settingerweiterungen, etc anzubieten. Man kauft sich quasi mit der App das Grundregelwerk und kann dann einfach nach Bedarf Zusatzmaterialien dazukaufen.

Für mich sind PDFs nur der erste Schritt Richtung Digitalisierung der Spielmaterialien. Eine App kann den Weg konsequent weitergehen und alle Informationen und Tools an einem Ort bündeln. Sicherlich wird eine App nie die Bücherfreunde befriedigen, aber sie hat definitiv das Potential PDFs zu beerben.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen zu diesem Thema! Es gibt dazu auch einen Thread auf rsp-blogs.de.

Geschrieben am Montag, 31. Dezember 2012

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