Raptorianer

Die Raptorianer sind eine echsenartige Alienrasse, die auf Greeenhl beheimatet ist. Charakteristisch ist die grün-braune schuppige Reptilienhaut, manchmal mit gelblichen oder orangefarbenen Farbeinschlag und einem großen weißen Fleck im Kehlbereich. Die meisten ihrer Spezies sind um einiges größer als die meisten humanoiden Rassen. Messerscharfe Klauen und Reißzähne machen sie zu hervorragenden und gefürchteten Nahkämpfern. Ihre typischen Reptilienaugen, die durch die schlitzförmige Pupille geprägt ist, ermöglicht es ihnen auch in absoluter Dunkelheit die Wärmesignatur von Lebewesen wahrzunehmen.

Die Kleidung der Raptorianer ist eher als spärlich zu bezeichnen, da oftmals nur ein Lendenschurz getragen wird. Die Kriegerkaste unterscheidet sich sichtlich von den anderen Raptorianern, durch das Tragen von großkalibrigen Waffen an ihren Gurten, die sie um ihre Hüften geschlungen haben.

Als die Raptorianer vor einem halben Jahrhundert den ersten Vorstoß in die uns bekannten Sektoren unternahmen, kam es relativ schnell zu kleineren Konflikten. Schnell avancierten jedoch die Space Amazonen zum erklärten Klassenfeind. Durch ihre Vorliebe für Handtaschen sowie Accessoires aus Reptilienleder wurden sie sehr schnell als potenzielle Gefahr für jeden Raptorianer eingestuft. Und welcher stolze Raptorianer möchte schon als Damenhandtasche enden.

Daher wird es äußerst schwierig, aber nicht unmöglich einen Raptorianer und eine Amazone zusammen als Besatzungsmitglieder an Bord eines Schiffes zu haben. Bei ausreichender Proteinversorgung handelt es sich allerdings um die treuesten Besatzungsmitglieder, die man gerade in Kampfsituationen gerne um sich weiß. Einzig zu niedrige Temperaturen zwingen die Raptorianer in die Knie. Verlangsamte Reaktionen, bis hin zu einer Starre sind die Folgen einer sehr niedrigen Umgebungstemperatur. Raptorianer werden folglich die vereisten Regionen der Galaxis meiden und Kahadria wurde sogar zum Sperrgebiet erklärt.

Geschichte der Raptorianer

Ursprünglich entspringt die Rasse einer der auf Kabukicho-Prime ansässigen Lebensform, den Dinosauriern. Niemand weiß zu welchem Zeitpunkt die mysteriösen Romaha sich dazu entschlossen haben, die intelligentesten dieser Saurier von ihrem Heimatplaneten wegzuholen und sie auf Greeenhl, mittels Genmanipulation zu einer höheren Lebensform zu entwickeln. Einzig bekannt ist die Tatsache, dass sie dort als Arbeiter dienen sollten um den Romaha den nötigen Freiraum der geistigen Entwicklung zu gewährleisten. Welche Tätigkeiten sie dort ausführen sollten ist jedoch ebenfalls im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen.

Als die Romaha in den Weiten der Geschichte verschwanden und die Raptorianer sich selbst überlassen waren, entwickelten sich 2 unterschiedliche Kasten, die den Fortbestand ihrer Rasse sichern sollten. Die Krieger waren für die Beschaffung der Proteine zuständig und die Priester übernahmen die geistige Führung, sowie die Verteilung der Ressourcen. Ursprünglich hatten die Priester auch noch eine religiöse Aufgabe zu erfüllen, die ebenfalls in Vergessenheit geriet, als die Bevölkerung stetig zunahm und die Beschaffung der benötigten tierischen Proteinressourcen in den Vordergrund geriet. In den Randbezirken der Städte sind heute noch die verfallenen Tempelanlagen zu sehen, die noch einen Teil der Romahaartefakte in sich bergen. Aufgrund ihrer Fressgier sind die Raptorianer wenig daran interessiert, ihre religiösen Wurzeln zu erkunden.

Als die Nahrungsmittelressourcen langsam zur Neige gingen, besann man sich jedoch auf die vorhandenen technischen Errungenschaften der Romaha und eroberte mittels dieser relativ schnell den Weltraum. Auch wenn viele der Funktionen der Alienartefakte den Raptorianern derzeit noch unbekannt sind, verhalf es ihnen doch, die umliegenden Planeten als weitere Quelle, um ihren stetig wachsenden Bedarf an Proteinen zu decken, hinzuzufügen. Ein halbes Jahrhundert später war auch der FTL-Antrieb für die Raptorianer nichts Unbekanntes mehr und einem Vorstoß in die unbekannten Weiten des Alls stand nichts mehr im Weg.

Diplomatische Beziehungen

Kurz nach dem ersten Auftreten der Raptorianer in den bekannten Sektoren der Galaxis wurden schnell Einzelheiten über ihre Herkunft und der Vielzahl von Romahaartefakten auf ihrem Heimatplaneten bekannt. Reges Interesse vonseiten des Handelsrates und der Föderation stellten sich ein. Schnell wurden Diplomaten und Wissenschaftler entsandt, um die Artefakte in Augenschein nehmen zu können. Nach dem Erreichen des Planeten Greeenhl brach jedoch in den meisten Fällen der Kontakt zu den entsandten Besatzungen ab und nur sehr wenige hatten das Vergnügen, einen tatsächlichen Blick auf die Artefakte werfen zu können, jedoch ohne diese näher untersuchen zu dürfen.

Die Vermutung liegt nahe, dass die verschwundenen Besatzungen einem der örtlichen Proteinhändlern zum Opfer gefallen sein könnten. Aufgrund dieser Tatsache werden mittlerweile weder Diplomaten, noch wissenschaftliche Teams auf Greeenhl entsandt. Stattdessen beschränkt man sich auf den regen Handel mit Waren. Da sich Greeenhl außerhalb des Einflussbereichs einer der vorherrschenden Rassen der uns bekannten Sektoren befindet, könnte es sich naher Zukunft zu einem Tummelplatz für Piraten und andere Gesetzlose entwickeln. Zumal die Raptoiden sehr gastfreundlich sind und jeden gern „zu Tisch“ bitten.


Autoren: Alf & Max