Händler und Halunken

Natürlich gibt es in SpacePirates neben den großen Konzernen auch kleinere Händler und Halunken, mit denen die Piraten krumme Geschäfte abschließen können. Hier einige bekannte Halunken.

Blue Rai

Blue Rai ist ein erfolgreicher, menschlicher Kneipenbesitzer. Er ist ein Mittvierziger und hat schon graue Haare und zu viele Falten für sein Alter. Seine Haut ist wettergegerbt und er kleidet sich stets sehr lässig.

Seine Bars sind im ganzen Weltraum bekannt. Wie auch die Gäste in seinen Bars ist Blue Rai meistens ziemlich betrunken. Das hat aber keinen Einfluss auf seinen Geschäftssinn und seine gute Menschenkenntnis, die auch bei Aliens nicht versagt. Blue Rai handelt hinter der Theke mit allem, mit dem man Geld machen kann. Bei Blue Rai kann man gut Hehlerware loswerden oder erwerben.

Halram Baxu

Halram Baxu ist nicht nur ein, sondern der trullische SpacePerlen-Händler. Baxu Delikatessen hat eine traditionsreiche Geschichte, heute sind allerdings SpacePerlen der größte Umsatzbringer des Unternehmens. SpacePerlen werden im Inneren von SpaceAustern gezüchtet, wobei Baxu die größten und schönsten SpacePerlen herstellt. SpaceAustern gedeihen ausschließlich an SpaceRiffen, welche es nur im Oyster-Cluster gibt. Dieser wird daher streng bewacht, um Piraten und sonstige Halunken fernzuhalten.

SpacePerlen sind derzeit der ultimative Ausdruck von Reichtum. Wer keine SpacePerle besitzt, ist nicht wirklich reich, daher will jeder, der etwas auf sich hält, natürlich eine SpacePerle besitzen.

SpacePerlen gibt es in verschiedenen Größen, die kleinsten sind wenig größer als eine Kuh, während große SpacePerlen den Umfang eines Zweifamilienhauses erreichen können. Wer es sich leisten kann, lässt sich daher ein Haus (oder wenigstens eine Laube) in eine SpacePerle meißeln. Besonders Vermögende verbinden sogar mehrere SpacePerlen zu luxuriösen Anwesen. Gerüchten zufolge gibt es Pläne für ein Luxushotel in einer gigantischen Raumstation, die wie eine SpacePerlen-Kette um einen Planeten gelegt werden soll.

Iyani Dizalo

Der trullische Händler Iyani Dizalo ist der Besitzer des größten Schrottplatzes des Universums und somit der größte bekannte Einzelteilhändler. Er ist ein sehr skurriler Typ, der noch skurrilere Klamotten trägt und allgemein als verrückt gilt, er hat unter anderem ein Raumschiff in Form des berühmten Pariser Eiffelturms. Auf seinem Schrottplatz kann man alles Erdenkliche kaufen, von Ersatzteilen alter und neuer Raumschiffe bis hin zu Toastern aus dem 50. Jahrhundert. Er ist der einzige Händler, der Technik verkauft, die erst noch erfunden werden muss. Da er dafür horrende Preise verlangen kann, ist seine Familie schon seit langer Zeit eine der reichsten des Universums.

Melinda Gomez

Melinda Gomez ist auf ihrem Heimatplaneten Pandar 5 eine durchaus angesehene und reiche Händlerin. Sie ist eine schöne, exotisch anmutende Frau in den Mittdreißigern, die immer modisch gekleidet ist und großen Wert auf ein gutes Benehmen legt. Sie gehört zur Oberschicht, weshalb sie sich mit gewöhnlichem Pöbel gewiss nicht abgibt. Sie zu kontaktieren ist gar nicht so einfach, sie hat aber viele Ohren, die ihr Informationen zutragen.

Melinda Gomez handelt vornehmlich mit Rohstoffen, die auf ihrem Heimatplaneten abgebaut werden. Viele dieser Rohstoffe werden zum Bau von Raumschiffen und modernen Computersystemen benötigt. Melinda ist eine skrupellose Händlerin mit einem Faible für Alientechnologie. Sie hat es vor allem auf Gerätschaften der Romaha und Syoner abgesehen. Was sie mit dieser fremden Technologie anstellt, ist unklar. Manche munkeln, dass es etwas mit ihren Vorfahren zu tun habe, da ihre Vergangenheit im Dunkeln liegt. Wenn sie es einmal auf ein Alienartefakt abgesehen hatte, hat sie es bis jetzt auch bekommen.

Auf Pandar 5 besitzt Melinda Gomez einen kleinen Palast, der immer gut bewacht wird. In dieser Residenz bewahrt sie alle ihre Alienartefakte auf, normale Besucher bekommen diese aber nicht zu Gesicht. Es gibt Gerüchte, dass unter ihrem Palast ein großer Forschungskomplex existiert, in dem die besten Wissenschaftler die Alienartefakte erforschen.

Randul Zac

Der Samnese Randul Zac ist der größte Waffenhändler des Universums und besitzt sehr gute Beziehungen zum Kahadrischen Reich. Wie alle Samnesen ist er ein Cyborg, der unter anderem diverse Waffen in seinen Gliedmaßen verbaut hat. Er wird mehr und mehr zu einer Maschine und gleichzeitig immer paranoider – Letzteres ist für Waffenhändler aber nicht ungewöhnlich. Seine Handelszentrale auf Keas ist ein strikt abgeschirmtes, autarkes Gebiet. Weitere große Handelsniederlassungen hat er in jedem großen Sternenreich und auch auf Scrabnambu, wobei seine Beziehung zu Iyani Dizalo nicht die Beste ist.

Scharxu

Scharxu ist ein etwas älterer, relativ kleiner aber trotzdem sehr erfolgreicher trullischer Hehler. Er durchstreift mit seinem großen Frachtschiff beständig die Freihandelszone und verweilt nie länger als ein paar Tage an einem Ort. Er wird nur gefunden, wenn er auch gefunden werden will. Das Frachtschiff ist seine Heimat, so ist es auch in einem außergewöhnlich guten Zustand und sehr luxuriös, aber auch sehr wehrhaft. Neben ihm lebt auch eine kleine und loyale Söldnertruppe auf diesem Schiff.

Scharxu handelt mit allem, war er gewinnbringend weiterverkaufen kann. Keine Ware ist ihm zu heiß. Dafür ist er aber auch ein recht unangenehmer Typ, der nie irgendwo ohne seine schwer bewaffneten Leibwächter auftaucht. „Ein Deal ist ein Deal“, lautet sein Motto, an das er sich meistens hält. Seine Handelspartner sollten es auf jeden Fall einhalten, sonst wird er noch unangenehmer – und er vergisst einen Betrug niemals.

Takahashi Ning

Takahashi ist ein Versorgungsoffizier der neuasiatischen Flotte. Er ist mittleren Alters und ein recht strammer Soldat. Er hat kurze schwarze Haare, ein jugendliches, sportliches Erscheinungsbild und wirkt sehr weltoffen. Er ist in der Flotte angesehen und legt darauf auch großen Wert. In seiner Freizeit treibt er sich gerne in anrüchigen Bars herum, trinkt vorzugsweise Hochprozentiges und spielt gerne Karten- oder andere Glücksspiele.

Takahashi ist für alle möglichen Geschäfte offen. Da die Ausrüstung der neuchinesischen Armee veraltet ist und daher ständig etwas ausgemustert werden muss, bieten sich immer wieder Möglichkeiten, „funktionsunfähige“ Geräte ohne Einschaltung eines autorisierten Schrotthändlers zu entsorgen. Takahashi hat die dafür erforderlichen Beziehungen, die er gerne gewinnbringend einsetzt. Zwar ist die so erstandene Ausrüstung veraltet, aber dennoch brauchbar und noch in einem besseren Zustand, als wenn man sie auf einem Schrottplatz erstehen würde, was auch nicht legal ist.


Weitere Händler

Al Banchigo

Al Banchigo kauft alles an, was ungewöhnlich und selten ist, auch wenn die Ware noch sehr heiß ist. Standardware interessiert ihn dagegen nicht sonderlich. Daher findet man in seinem Kuriositäten-Emporium auf Two Eyed Jack alles was ungewöhnlich ist.

Schröder

Bei Schröders Elektroshop auf Two Eyed Jack können Piraten alle möglichen Elektroteile los werden. Da Schröder ein Schnäppchenjäger ist, bietet er nur Spottpreise.

Stan

Stan kauft für seinen Spacecraft Shoppe hauptsächlich Raumschiffersatzteile und -waffen an. Diese sollten aber in gutem Zustand sein, sonst wird Stan den Preis stark drücken. Stans Spacecraft Shoppe ist auf Two Eyed Jack im Brabengürtel.

Trödler Abraham

Abraham kauft auch gerne heiße Ware an und handelt mit allem, was er in die Finger bekommt. Sein Trödlerladen ist auf Halfway.

Hehlerware

Die halbseidenen Händler des SpacePirates Universums sind eine der wenigen Möglichkeiten für Piraten, um gestohlene Waren, ausgeschlachtete Raumschiffteile und Ähnliches in UC umzusetzen. Natürlich zahlen die Händler nicht den vollen Preis, sondern maximal 20 % bis 30 % des eigentlichen Warenwerts. Je heißer die Ware ist, desto weniger zahlen sie dafür, falls sie diese überhaupt annehmen. Die Händler müssen solche Waren entweder aufwändig von eindeutigen Identifikationsmerkmalen befreien oder zumindest länger lagern, bevor sie diese weiterverkaufen können und genau dies drückt den Einkaufspreis beträchtlich. Natürlich zahlen die Händler auch gute Summen für gesuchte und seltene Ware.