Roboterfressende Pflanzen

Auf dem Planeten gibt es keine Tiere, dafür hat sich die Flora den neuen Gegebenheiten angepasst: Die roboterfressenden Pflanzen betreiben ihre Fotosynthese jetzt mittels Radioaktivität und sind dementsprechend gefährlich.

Herkuleskraut

Das Herkuleskraut erreicht innerhalb weniger Wochen eine Höhe von dreißig bis vierzig Metern und einen Radius von fünfzig bis hundert Metern. Man kann ihm buchstäblich beim Wachsen zuschauen. Wenn es einmal anfängt zu wachsen, verdrängt er in seinem Gebiet alle anderen Pflanzen. Das Herkuleskraut ist eine krautige Pflanze mit weißen, ein bis zwei Metern durchmessenden Blüten. Im Herbst bilden sie granatenartige Früchte aus, die sie über große Längen verschießen können. Die gesamte Pflanze sondert ein säurehaltiges Sekret ab, das auch den widerstandsfähigsten Stahl angreift. Von den Robotern, die sich in den Blättern des Herkuleskrauts verfangen, bleibt keine Spur.

Riesenlilie

Die Riesenlilie ist, wie anderen Lilien, schön und elegant anzuschauen. Sie besitzt weiß-rosa Blüten und wird bis zu zwanzig Meter hoch. Aber so zart, wie sie auch aussieht, so gefährlich ist sie auch. Die dicht unter der Erde wachsenden gigantischen Wurzeln warten nur darauf, dass unvorsichtige Roboter in ihre Reichweite gelangen. Die Wurzeln schlingen sich in Windeseile um das Opfer erdrücken es, bis der letzte Tropfen Öl von den gierigen Wurzeln aufgenommen wurde. Es ist nicht ungewöhnlich, dass rund um eine Riesenlilie Dutzende ausgepresste Roboter vor sich hinrosten.