Zwergenbahn

Die schellste, bequemste und sicherste Möglichkeit, von Kirnstein auf die linke Seite der Doppelseite zu gelangen, ist die Zwergenbahn. In nur 4 Tagen würdet ihr die Wichtigste Stadt erreichen!

Die Fahrt mit der Zwergenbahn ist zwar äußerst teuer, aber sie bietet auch besonders viel Weltenbuch-Flair. Von daher sollte der SL die Spieler ruhig ermutigen, sich das ganze einmal anzusehen – schließlich führt der Weg von Wildenwelt auf die linke Seite eh am Bahnhof vorbei.

Die Fahrt mit der Zwergenbahn von Kirnstein zur Wichtigsten Stadt kostet 3500 KM (35 SM), wie
man am Bahnhof leicht erfahren kann.

Selbstverständlich gibt es Möglichkeiten, kostenlos an eine Fahrkarte zu kommen:

Der Malwettbewerb

Euch fällt auf, dass der Bahnhof heute mit diversen Bildern der Zwergenbahn geschmückt ist. Einige der Bilder sind deutlich typische Pacablos, die daneben wirken hingegen wie Zeichnungen von kleinen Kindern. Als ihr weiterschlendert seht ihr mitten auf dem Bahnsteig ein Plakat hängen: „Gewinnen sie eine kostenlose Reise mit der Zwergenbahn für sich und ihre Heldengruppe!“

Die Zwergenbahn veranstaltet gerade einen Zeichenwettbewerb. Wer eine schönere Zwergenbahn als Pedro Pacablo malt, gewinnt für sich und seine Heldengruppe eine kostenlose Hin- und Rückfahrkarte für ein Ziel eigener Wahl. Bisher hatte allerdings keiner Glück, die vergeblichen Versuche wirken im Vergleich zu dem, was Pedro nach eigener Ansicht „dahingekleckst“ hat, beschämend. Eine Probe auf Allgemeinwissen gegen MW 12 lässt erkennen, dass Pedro Pacablo der berühmteste und beste Maler der Doppelseite ist.

Pedro Pacablo malt mit 20+2W6 gegen jeden Herausforderer an.

Die Helden können mit jeder Fähigkeit, die sie haben, dagegenhalten, solange sie dem SL sinnvoll begründen, wieso diese Fertigkeit sich eignet, die Zwergenbahn zu malen. So könnte man z.B. mit „Handwerken“ eine technische Rißzeichnung anfertigen oder mit „Diebeskunst“ seine Fingerfertigkeit einbringen.

Zudem steht es den anderen Helden frei, ihren Maler (z.B. magisch) zu unterstützen oder Pedro Pacablo zu sabotieren, allerdings hat jeder Spieler nur einen Sabotage- bzw. Unterstützungsversuch. Dazu müssen die Spieler ihren Sabotageversuch beschreiben, der SL legt dann fest, auf welches Talent der geht. Der Mindestwurf für die Sabotage bzw. Unterstützung beträgt 16. Für je 2 Punkte, die die Helden über dem MW bleiben, erhält der Zeichner +1 auf seinen Wurf.

Bei einem Erfolg

Pedro Pacablo wischt sich den Schweiß von der Stirn, übermalt sein Bild wieder und wieder und tupft wild darauf herum. Doch vergebens: Euer Bild ist einfach naturgetreuer! Er zetert etwas von Kunstbanausen, die seinen neusten Zeichenstil nicht zu würdigen wissen. Aber vermutlich will er nur sein Gesicht wahren, denn gerade beglückwünscht euch das Zwergenbahnkunstkomittee zu eurem Sieg – und überreicht euch eine Heldengruppenkarte zu einem Ziel eurer Wahl!

Bei einem Mißerfolg

Pedro Pacablo ist nicht grundlos der beste Maler der Doppelseite und leider müsst auch ihr euch geschlagen geben. Doch immerhin erhaltet ihr einen Trostpreis: Eine Führung durch die Zwergenbahnwerkstätten. Das ist doch auch was!

Der gnomische Händler

Direkt vor euch protzt ein gnomischer Händler. Um ihn herum stehen einige grimmig dreinsehende
Wächter, die ihn (und vermutlich auch seinen Wein) beschützen wollen.

Der Händler ist nicht sonderlich redseelig, leidet aber unter leichtem Verfolgungswahn. Seine Wachen sehen zwar furchteinflößend aus, sind aber bemerkenswert unfähig. Es ist durchaus möglich, dass die Helden sie von ihrer Arbeit vertreiben können, um dann ihre Stellen anzutreten – und sich so eine kostenlose Fahrt mit der Zwergenbahn zu erschleichen.

Auf der Zwergenbahn

Natürlich sollte die Fahrt mit der Zwergenbahn nicht einfach so vergehen, schließlich werden im Weltenbuch so schöne Dinge beschrieben, die passieren könnten. Keiner dieser Dinge ist verpflichtend, aber wenigstens der aus dem Zug geworfene Kleinkarierte sollte beschrieben werden.

Andere Passagiere

Die Helden sitzen natürlich nicht alleine in ihrem Abteil. Neben ihnen sind noch anwesend:

Wenn genügend Zeit da ist, sollte der SL die folgende Szenen beschreiben – oder auch den Spielern
erlauben, sie selbst herbeizuführen.

Als der Zug einmal kurz verlangsamt, beugt sich einer der beiden Kleinkarierten, deren Gemoser zumindest euren Mitreisenden schon die ganze Zeit auf den Keks geht, aus dem Fenster, um zu sehen, was da los ist. Genau in dem Moment ruckt der Zug und er fällt hinaus. Der Unglückliche wird von der Zuckerwatte umhüllt, die aus dem Schornstein der Lokomotive steigt, und purzelt den Hang hinab. Er lebt ganz eindeutig noch, denn ihr hört ihn laut „Nein“ schreien, als sich eine Horde kleiner Monster mit dem Schlachtruf „Süßes“ auf ihn stürzt.

Nasser Zucker

Plötzlich wird die Bahn langsamer und bleibt schließlich stehen. Ein besorgtes Gemurmel füllt den
Raum und der Schaffner flitzt durch die Abteile Richtung Lok.

Der Zucker im Tender ist feucht geworden und brennt nun nicht mehr. Der Lokführer ist dabei, den
Zucker zu trocknen. Nach etwa einer Viertelstunde sollte die Fahrt daher weitergehen. Allerdings
nutzen gerade einige Banditen oder Monster diesen Augenblick, um die Zwergenbahn anzugreifen.

Ein Schrei ertönt von weiter vorne aus dem Zug. Als ihr aus dem Fenster blickt, seht ihr, wie bedrohlich aussehende Gestalten versuchen, in den Waggon vor euch einzudringen.

Wer oder was die Zwergenbahn angreift, bleibt dem SL überlassen – das können einige
kampfschwache Mooks sein oder auch eines der Monster aus dem Monsterkompendium. Auch ein
Angriff der kleinen, zuckertollen Monster bietet sich an.