In Kirnstein

Es ist schon Abend als die Helden in Kirnstein eintreffen. In dieser Stadt ist gerade die Hölle los, da gerade die Vorhut der reisenden Stadt Voyage eintrifft. Es sind so gut wie allen bessern Kneipen schon ausgebucht. In der Kneipe „Zur goldenen Brezel“ finden die Helden dann aber dann doch noch eine Unterkunft. Am Abend treffen sie dort auf eine wohlgelaunte Zwergengesellschaft die feucht-fröhlich ein einfaches Würfelspiel spielen. Die Charaktere sind herzlich eingeladen mitzuwürfeln und um ein paar Kupfermünzen zu spielen. Die Zwerge kommen aus den Bleistiftminen und sind fahrende Händler, die die reisende Stadt Voyage nicht verpassen wollen und besonders nicht den Umsatz, der sich mit den ganzen Schaulustigen machen lässt.

Der Königspalast

Der Königspalast gleicht einer Festung in der Festung. Die meisten der acht Tore sind immer geschlossen und gut gesichert. Offene Tore werden rund um die Uhr von mindestens zwei Wachen bewacht, und vor dem Haupttor stehen gar vier Gardisten des Königs bewaffnet mit Hellebarden und Armbrüste. Auch auf den Balkonen, die selbst mit Zinnen versehen sind und einen guten Überblick über den Platz vor dem Schloss erlauben, stehen Bewaffnete. Die hohen, schmalen Fenster mit ihren bunten Glasscheiben sind stark vergittert und wirken somit vornehm und wehrhaft zugleich. Jeder Besucher des Königspalastes wird kontrolliert und muss seine Waffen am Tor abgeben. Es wird ein genaues Protokoll über alles und jeden geführt, der das Schloss betritt oder verlässt. Auf den hohen Mauern und Türmen patrouillieren Wachen, die die Umgebung immer kritisch und wachsam im Auge behalten.

Der Vertreter des Königs

Wenn man die Helden in das Schloss einlässt, werden sie durch lange, reich verzierte Flure geführt, an deren Wänden zwischen unzähligen Türen riesige Gemälde früherer Regenten des Grenzreichs hängen. Schließlich weist man sie an, in einem kleinen Arbeitszimmer zu warten. Nach ein paar Minuten betritt ein schlanker Mann Ende fünfzig den Raum. Er ist edel gekleidet und macht einen sehr beschäftigten Eindruck. Er zeigt sich von dieser Störung seines ohnehin schon prall gefüllten Tagesplan sichtlich gestört. Der Mann stellt sich als Magister Thoas, Stellvertreter des Königs, vor und bittet die Helden, gleich auf den Punkt zu kommen. Als Thoas von dem Ableben Djörgens und seinen letzten Worten erfährt, ändert sich seine Laune schlagartig. Er wirkt verstört und besorgt und erzählt den Helden, dass Thoas als Spion auf die Böse Festung in De-Murgon geschickt worden war, nachdem den Hof zu Kirnstein zahlreiche berichte erreicht hatten, dass dort seltsame und geschäftige Aktivitäten vor sich gingen. Die Neuigkeiten bestätigen die Gerüchte in den Grundzügen und lassen auf nichts Gutes schließen. Thoas bittet die Helden, sich nun an Djörgens Stelle zur Bösen Festung zu begeben und soviel wie möglich über die genauen Vorgänge herauszufinden. Zumindest sollten sie das Gerücht, De-Murgon hätte sich mit Dunkelelfen eingelassen, bestätigen oder entkräften; es solle ihr Schaden nicht sein. Nachdem die Helden den Auftrag angenommen haben, bekommen sie von Thoas schonmal jeder einen Beutel mit Münzen im Gesamtwert von 1 GM als Vorschuss. Auch Pferde aus dem Stall der königlichen Garde können zur Verfügung gestellt werden. Desweiteren mahnt des Königs Stellvertreter zur Vorsicht. Denn De-Murgon ist ein böses Reich, in dem man nichts und niemandem trauen kann, hinter jedem Busch und jeder Wegbiegung kann Gefahr lauern und selbst der kleinste Schatten kann noch Schrecken jenseits der menschlichen Vorstellungskraft verbergen. Zum Schluss holt Thoas noch eine Karte hervor und schlägt den Helden eine Reiseroute vor, die die Helden möglichst direkt zur Bösen Festung bringen soll. Da es mittlerweile später Abend ist, sollten sich die Helden jetzt eine Unterkunft suchen, um am nächsten Tag aufzubrechen. Im Schloss können sie nicht übernachten, soweit reicht die Dankbarkeit (noch) nicht.