Rollenspiel (Pen & Paper)

Das Weltenbuch ist ein Pen&Paper-Rollenspiel, in dem zwischen Spielern und dem Spielleiter unterschieden wird. Der Spieler stellt einen fiktiven Charakter dar, beim Weltenbuch-Rollenspiel einen Helden der Doppelseite. Der Spielleiter gibt die Rahmenbedingungen vor, legt Proben und Schwierigkeiten für Aktionen fest und verkörpert alle anderen Personen in der Rollenspielwelt. Diese anderen Personen werden Nicht-Spieler-Charaktere (NSC) genannt. Auch wenn der Spielleiter die Feinde der Helden darstellt, ist er nicht der Gegner der Spieler: Beim Rollenspiel spielen alle zusammen. Je stärker sich die Spieler in die Hintergrundwelt und die gemeinsamen Abenteuer hinein versetzen und je mehr der Spielleiter den Handlungsrahmen an die Spieler anpasst und ihre Handlungen in die Geschichte einbaut, umso besser wird das Spielerlebnis für alle Beteiligten. Das Rollenspiel hat kein festgelegtes Ende, so dass es beliebig lange gespielt werden kann. Oft stellt das Ende des Abenteuers oder einer Kampagne so etwas wie ein Ende da, an dem die Spieler voller Stolz auf die großartigen Taten ihrer Helden zurückblicken können.

Die Charaktere werden durch unterschiedliche Zahlenwerte für ihre Attribute und Fähigkeiten repräsentiert, die auf dem Heldenpergament festgehalten werden. Ein Würfelmechanismus bestimmt den Ausgang einer Aktion, falls deren Gelingen zweifelhaft ist. Durch die Erfahrung, die die Helden während eines Abenteuers sammeln, steigen sie langsam vom Möchtgern- zum Profihelden auf und auch ihre Zahlenwerte werden langsam besser. Dadurch können sie im Laufe der Zeit immer beeindruckendere Heldentaten vollbringen.


Was wird alles zum Spielen benötigt?

Zum Spielen erforderlich sind eigentlich nur das Regelwerk, zwei sechsseitige Würfel (kurz: 2W6), Stifte und Schmierpapier für Skizzen und Notizen. Komfortabler wird es allerdings, wenn man noch ein paar mehr Dinge parat hat, so sind Radiergummis und Anspitzer oft hilfreich. Wenn jeder Spieler 2W6 hat, muss niemand auf die Würfel warten; und auf dem Heldenpergament lässt sich der Status des eigenen Helden viel besser verzeichnen, als auf einem Stück Schmierpapier. Wenn man den Ausrüstungsteil und die Fertigkeitsliste mehrfach ausdruckt, beschleunigt man die Charaktererschaffung und Einkäufe, und auf dem Spielleiterschirm sind die wichtigsten Regeln für den SL gesammelt, damit er nicht lange im Regelwerk blättern muss.

Zusammengefasst


Tipps zum Rollenspiel

Spielleiter

Nicht jede Situation in diesem Rollenspiel muss komisch oder witzig sein, ein Gefecht in dunklen Minen kann ruhig düster und gefahrvoll beschrieben werden. Wie in jedem Rollenspiel ist es auch in diesem wichtig, einen spannenden Plot zu haben. Ziellos herumzualbern und durch die Welt zu stolpern ist zwar kurzfristig lustig, wird danach aber schnell langweilig. Die besten Lacher oder witzigsten Situationen entstehen meist durch die Interaktion der Charaktere mit der Welt.

Ein Wort zu den Regeln

Dieses Regelwerk beschränkt sich absichtlich und enthält keinerlei Regeln für Spezialfälle oder Ausnahmesituationen. Die Regeln sind als Rahmenwerk gedacht, welches Konsistenz und Nachvollziehbarkeit des Rollenspiel fördert. Im Zweifelsfall sollten sie zugunsten einer guten Geschichte und einer spannenden Situation ausgelegt werden, denn Rollenspiel ist ein Spiel, das in erster Linie Spaß machen soll. Dies heißt aber nicht, man solle sich nicht an die Regeln halten – aber wenn einer Gruppe eine Regel nicht gefällt, so kann sie diese natürlich im allgemeinen Einverständnis ändern.

Spieler

Für die Charaktere ist die Doppelseite ganz normal, es ist ihre gewohnte Welt. Für Spieler gilt das nicht, sie betrachten das Weltenbuch von außen – daher wirkt es auf sie in vielen Punkten witzig oder satirisch. Nehmen wir einfach einmal den Bleistiftberg: Für die Charaktere ist er eine gewöhnliche geologische Formation, für die Spieler hingegen, nun ja, ein Bleistift, der auf einem aufgeschlagenen Buch liegt. Zwar enthält das Weltenbuch viele satirische und parodistische Elemente, aber dies ist Stilmittel, nicht Zweck des Spiels an sich. Auch beim Weltenbuch ist der Hintergrund des Charakters wichtig und ein Spieler sollte nur einen Charakter spielen, der ihm Spaß macht und den er darstellen kann.


Situationskomik vs. geplante Komik

Es ist schwierig, in einem Rollenspiel oder einem Abenteuer geplante Komik einzubringen, zumindest, wenn diese nicht krampfhaft komisch wirken soll. In einigen Fernsehserien werden zu diesem Zweck Lacher eingespielt, aber dieses fragwürdige Mittel ist in Rollenspielen nicht sinnvoll. Daher ist beim Rollenspiel Situationskomik gefragt; dabei entstehen die Lacher oft in einer relativ normalen Situation, die aber durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, etwa eine Aktion in Hinsicht auf den Hintergrund eines Charakters, komisch wirken. Das Weltenbuch legt aus diesem Grund Wert auf Situationskomik. Selbstverständlich können auch komische Elemente geplant werden, diese sollten ein Abenteuer aber nicht dominieren.